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Der Editionsleiter Noten der Hanns Eisler Gesamtausgabe, Prof. Dr. Thomas Phleps, ist am 5. Juni 2017 im Alter von 61 Jahren ganz plötzlich und unerwartet verstorben. Phleps, der 1995 auf eine Hochschuldozentur für Musikpädagogik an die Justus-Liebig-Universität Gießen berufen wurde und dort seit 2003 als Professor für Musikwissenschaft und Musikpädagogik tätig war, legte seinen Arbeitsschwerpunkt auf die Musik des 20. Jahrhunderts, insbesondere auf die politische Musik. Das verband ihn mit dem Komponisten Hanns Eisler, über den er bereits 1987 seine Promotion Hanns Eislers „Deutsche Sinfonie“. Ein Beitrag zur Ästhetik des Widerstands verfasst hatte. 1996 trat er der Internationalen Hanns Eisler Gesellschaft bei, 2010 übernahm er die Leitung der Gesamtausgabe.

Wir verlieren mit Thomas Phleps einen langjährigen Verbündeten in der Sache Hanns Eisler. In Gedanken sind wir bei ihm und seiner Familie.

... Nachruf von Dr. Ralf von Appen/JLU Gießen

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Klaus Ospald erhält 2022 Eisler-Stipendium der Stadt Leipzig



© DSW, Leipzig.

Leipzig (dpa/sn) - Der deutsche Komponist Klaus Ospald erhält 2022 das Hanns-Eisler-Stipendium der Stadt Leipzig. Die Jury wählte ihn aus 18 Bewerbungen aus, wie die Stadt am Mittwoch mitteilte. Ospald habe nicht nur aufgrund seiner Erfahrung überzeugt, sondern sich auch den dialektischen Denkstrukturen des Komponisten, Musiktheoretikers und Gesellschaftskritikers Hanns Eisler verpflichtet gezeigt. Mit dem Programm soll eine Plattform zur Weiterentwicklung und Förderung Neuer Musik geschaffen werden. Der 1956 geborene Komponist erhält 5000 Euro für den Lebensunterhalt und kann ab April 2022 fünf Monate lang kostenfrei in der Geburtswohnung von Hanns Eisler wohnen, um sich dort einem Arbeitsprojekt zu widmen. Das fertige Werk soll 2022 aufgeführt werden. © dpa-infocom, dpa:211013-99-584843/2